Literatur und Kunst

rubens_katalog_von_der_Heydt29.11.2012: In die Kindheit von Peter Paul Rubens wetterten die politischen und religiösen Konflikte der Gegenreformation heftig hinein. Sein Vater Jan Rubens (1530 – 1587) war Jurist. Er stammte aus einer angesehenen und vermögenden Antwerpener Familie, ebenso wie seine Frau Maria Pypelincks. Das nützte ihm wenig, als Jan Rubens in der Folge des Bildersturms vom August 1566 in Gefahr geriet, ebenso wie Egmond und Hoorn 1568 hingerichtet zu werden. Er fand zunächst in Köln Asyl und konnte hier als Anwalt tätig sein. Eine Mandantin war Anna von Sachsen (1544–1577). Ihr Gemahl, Prinzen Wilhelm von Oranien, betrieb die Scheidung. Unter Folter mußte Jan eine Affäre mit Anna gestehen und kam in Dillenburg in Haft. Seine Frau Maria konnte die Freilassung bewirken. Sie lebten in Siegen, als Peter Paul Rubens 1577 geboren wurde, später wieder in Köln, wo der Vater im Jahr 1587 starb. Als zehnjähriger Katholik kam Peter Paul Rubens nach Antwerpen zurück, besuchte dort eine Lateinschule und kam bei Malern in die Lehre.

Weiterlesen: Der Maler Peter Paul Rubens (1577-1640) - Ausstellung in Wuppertal

woody_guthrie_s76fitz28.11.2012: Wir dachten, ihn zu kennen. Aber in Wirklichkeit wissen wir nur sehr, sehr wenig über ihn, sagt seine Tochter Nora Guthrie über ihren Vater. Woody Guthries Leben erscheint wie ein Roadmovie: Die Kindheit in Oklahoma, zunächst ohne große materielle Sorgen, bis zum Absturz der Familie in der Zeit der Depression. Die Mutter, deren psychische Zerstörung durch die Nervenkrankheit Chorea Huntington lange nicht erkannt wird, stirbt 1929. Die 20er und 30er Jahre, die Woody Guthrie meist on the road, auf der Straße, zubringt und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Bruce Springsteens Geschichte vom Jack of all Trades, dem Hansdampf in allen Gassen, lässt grüßen.

Weiterlesen: Der Meister aller Balladenschreiber - Zum 100. Geburtstag von Woody Guthrie

hans_werner_henze_1960_bundesarchiv29.10.2012: Am 27. Oktober starb in Dresden 86-jährig Hans Werner Henze. Dort war der in Westfalen gebürtige und seit 1953 in Italien lebende Komponist Gast der Semperoper, die ihm zu Ehren zur laufenden Spielzeit vielfältige Programmschwerpunkte realisiert. Für die stets aktuelle Antikriegsoper „Wir erreichen den Fluß“ (1976) hatten ihn die Dresdner im September gefeiert. Sichtlich erstaunt und erfreut über die große öffentliche Resonanz, begab sich Henze nach einem körperlichen Schwächeanfall in ein städtisches Klinikum. Am vergangenen Samstag erlag er dort seiner Krankheit.

Weiterlesen: Zeugnis geben von Widersprüchen und Hoffnungen

MoYan China Literatur 201213.10.2012: Während die Entscheider der Verleihung des Friedensnobelpreises wieder einmal ihre rückwärts gewandte, die Absichten Alfred Nobels missachtende und den westlichen Imperialismus stützende geistige Orientierung unter Beweis stellten, wurde mit dem Literatur-Nobelpreis für Mo Yan eine Wahl getroffen, die tatsächlich dem Literaten und dem sozialistischen China gerecht wird. Doch während im Westen seine künstlerischen Qualitäten kaum bestritten werden (Martin Walser etwa sieht ihn als "den wichtigsten Schriftsteller unseres Zeitalters" an), regte sich in anderen bürgerlichen Kreisen sofort die Kritik an dem Künstler, weil er diesen "zu fügsam gegenüber dem Regime" sei.

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Weiterlesen: Mo Yan - kommunistischer Literat in der Tradition Yenans

dkp_kulturforum_201229.08.2012: Unter dem Titel „Immer noch gegen den Wind“ führt die DKP vom 16. bis 18. November 2012 in Hannover ihr 4. Kulturpolitisches Forum durch. Im Zentrum steht sowohl die Zustandsbeschreibung über erfolgten oder  geplanten Kulturabbau durch Neoliberalismus und Krise, aber auch Mut  machende Beispiele von Widerstand und Bewegung.

Am Freitag-Abend gibt es eine Begrüßung durch den Bezirk Niedersachsen. Am Samstag beginnt der Kongress im Freizeitheim Linden mit Eingangsstatements von Ditmar Dath und Dieter Dehm. Am Nachmittag finden 3 Workshops statt, am Abend findet dann das das traditionelle Konzert zum Kulturforum statt.

Weiterlesen: Immer noch gegen den Wind - 4. Kulturforum der DKP

documenta_13_kassel_stephane33324.08.2012: Die Marx-Engels-Stiftung lädt ein zu einer Tagung nach Kassel. Die diesjährige Documenta soll Anlass sein, nach den Charakter zeitgenössischer Kunst und Kunstproduktion zu fragen. Die Tagung am 1. September will jedoch über den unmittelbaren Anlass hinaus gehen: Wie stellt sich heute das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft dar? Welche ästhetische Kriterien stehen für die Bewertung von Kunst im allgemeinen und ästhetischem Modernismus im besonderen zur Verfügung? Welche ideologische Rolle spielt "Moderne Kunst" in den spätimperialistischen Gesellschaften? Der Tagung geht am Freitag, 31.08., ein Besuch der Documenta mit Führung durch Klaus Stein voraus.

Weiterlesen: Was leistet die "Moderne Kunst"? Auseinandersetzung mit der Documenta

Kristina_Schroeder_fdp_goettingen_28.04.2012: Das Buch von Familienministerin Kristina Schröder „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ wird landauf landab von der bürgerlichen Presse zerrissen. Damit ist auch dieser Versuch gescheitert politisch ernst genommen zu werden. Auf jeden Fall ist der propagierte Antifeminismus der Familienministerin unterste Schublade. Dies belegen schon einige Zitate aus ihrem Buch:

  • Feministinnen … erheben ein Rollenbild, das sie für sich selbst als vorzugswürdig erkannt haben, zum Rollenleitbild, das für alle gelten soll, und ziehen damit in den Kulturkampf um das richtige Frauenleben (8)
Weiterlesen: Nein Danke, Frau Schröder !

Heinrich_Pachl_cc_Niko_Bellgardt22.04.2012: Eine wirkungsmächtige politische Stimme verstummte. Für immer. Heinrich Pachl ist tot.

Heinrich Pachl war ein wachsamer Hüter der Demokratie. Er verteidigte sie gegen alle offenen und verdeckten Angriffe und gegen alle Versuche der schleichenden Demontage. Soziale Gerechtigkeit, Frieden und Schutz der Umwelt, dafür trat er ein.

Die Waffe von Heinrich Pachl war die Sprache. Eine Sprache, die komplizierte Zusammenhänge nicht nur auf den Punkt brachte, sondern dies mit Witz und Ironie tat. Mit beißendem Humor sprach er gegen Konzerne, Nazis und alle anderen Feinde von Freiheit und Fortschritt. Wer Heinrich Pachl zuhörte, dem blieb nicht selten das Lachen im Hals stecken.

Weiterlesen: Heinrich Pachl wird uns fehlen

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