Für ein besseres und gesünderes Leben streikbereit!

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streikversammlung verdi saarbruecken 23011725.01.2017: Streikversammlung!!! Montag, 23. Januar 2017. Bürgerhaus Saarbrücken-Dudweiler. Voller Saal. Kämpferische und selbstbewusste Stimmung. Buntes Bild. Schautafeln, Aktionskalender. 184 Delegierte vertreten 3749 ver.di-KollegInnen saarländischen Krankenhäusern. ver.di fordert einen Tarifvertrag Entlastung.  Die Delegationen aus 21 Kliniken im Saarland bringen mit eigenen Beiträgen ihre Forderungen zur Bekämpfung des Pflegenotstandes zum Ausdruck. Berichtet wird über den Stand der Verhandlungen mit der Saarländischen Krankenhausgesellschaft  und den Gesprächen mit der Gesundheitsministerin. Die Spitzen der Krankenhausunternehmen  zeigen sich stur und nicht zuständig. Sie könnten überhaupt keine Tarifverträge zu dieser Problematik abschließen.

Aus der Resolution, die von den Delegierten einstimmig verabschiedet wurde:
„Unsere Lage nehmen wir nicht länger hin. Wir brauchen umgehend Entlastung. Wir brauchen dringend mehr Personal in den Krankenhäusern.
Wir sind verärgert, dass die Arbeitgeber nicht über einen Tarifvertrag Entlastung verhandeln wollen. Jeder weiß, was in den Krankenhäusern los ist.
Wir sind wütend, dass die herrschende Politik ein Gesundheitssystem geschaffen hat, das zu Personalabbau und prekärer Beschäftigung führt.
Die Landesregierung kommt ihren Investitionsverpflichtungen nicht nach. Jährlich fehlen so den saarländischen Krankenhäusern mindestens 50 Millionen. Dadurch gibt es etwa 600 Pflegestellen weniger im Saarland“

Die Gesundheitsministerin will mit einem Gutachten Anhaltszahlen ermitteln lassen. Die Zeit drängt, 2018 soll ein neuer Krankenhausplan verabschiedet werden. Die Kolleginnen und Kollegen beziehen dazu deutlich Stellung:
„Wir haben mit Interesse die Ankündigungen des Gesundheitsministeriums vernommen, im Saarland Anhaltszahlen für die Stationen einzuführen. Dies begrüßen wir.
Leider gab es schon viele Ankündigungen und wirkungslose Programme. Wir sagen, Schluss mit Placebos. Unsere Skepsis ist groß, dass nach der Wahl nicht umgesetzt wird, was vor der Wahl versprochen wurde. Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie dieses Vorhaben in ihre Koalitionsvereinbarung aufnimmt. Wir werden nach 100 Tagen die eingeleiteten Maßnahmen kritisch bewerten.“ (Aus Resolution)

Besonders beeindruckend sind die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge und die damit verbundenen Herausforderungen:
„Wir sind bereit zu sprechen, aber wir lassen uns nicht hinhalten. Wir passen auf. In den Krankenhäusern. Bei der Regierungsbildung. Und wir lassen nicht nach: Wir müssen stärker werden, nur so sind wir in der Lage die unhaltbaren, menschenunwürdigen und patientenfeindlichen Zustände in den Krankenhäusern zu ändern.“

Michael Quetting, der verantwortliche ver.di-Sekretär, schilderte anschaulich den Weg bis zu dieser Streikversammlung und die damit verbundenen Entwicklungen mit vielen Erfahrungen. Strukturen für eine solche Auseinandersetzung mussten erdacht, aufgebaut und entwickelt werden.

Er machte auch deutlich, dass hier verdammt „dicke Bretter gebohrt werden müssen“. Es gibt jetzt schon Erfolge: Das Thema „Pflegenotstand“ ist in der Öffentlichkeit gesetzt. Totschweigen oder wegreden geht nicht mehr! Und die Kräfte in den Krankenhäusern wurden gestärkt: seit dem Start der Bewegung Ende 2015 hat ver.di in den saarländischen Krankenhäusern 550 mehr Mitstreiterinnen.

Michael Quetting: „Wir müssen und werden weiterhin Druck aufbauen. Sonst bewegt sich nichts. Wir sind auf den Arbeitskampf vorbereitet und wir bereiten uns weiter vor. Wer ernst genommen werden will, muss auch bereit sein, dieses Mittel einzusetzen.“
 
Rainer Tobae überbrachte die solidarischen Grüße des „Saarbrücker Appells für mehr Pflegepersonal“, der inzwischen von weit mehr als 4000 Saarländern unterzeichnet wurde.

An die Streikkonferenz gerichtet: „Juristisch seid ihr im Recht. Sachlich im Recht. Moralisch im Recht. Es gibt Zuständigkeiten für diese Misere: In Politik und bei den Krankenhausträgern. Diese Verhältnisse sind nicht ´vom Himmel gefallen´ und was ´nicht vom Himmel gefallen´ ist, ist zu verändern!“ Für ver.di soll noch mehr Unterstützung in der Öffentlichkeit organisiert werden. Wenn die Bevölkerung nicht gewonnen wird, wird diese Auseinandersetzung nicht gewonnen werden können!

Die Streikversammlung verabschiedete einstimmig eine Resolution. Darin wird zu einer großen Demonstration am Internationalen Frauentag aufgerufen, denn nicht nur grammatikalisch ist die Pflege weiblich. Am 8. März 2017 wird in Saarbrücken demonstriert.

In der Resolution heißt es dazu:
„Lasst uns gemeinsam für eine bessere Personal und Finanzausstattung demonstrieren. Das Geld muss endlich für mehr Personal verwendet werden. Ausdrücklich freuen wir uns über Solidaritätsteilnahme aus anderen Bundesländern und von Bürgerinnen und Bürgern des Saarlandes.“
 
Es stimmt was die Kolleginnen und Kollegen in der Pflege feststellen:
„Mehr von uns ist gut für uns alle!“

Es gibt Druck für den notwendigen Politikwechsel im Land! Dafür jetzt solidarisch zusammenstehen!

Text/Foto: Artur Moses

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

Sie kommen im Morgengrauen!

von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

Marsch ins militärische Kerneuropa

Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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