Literatur und Kunst
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17.05.2015: Auch in diesem Jahr organisiert der Verband der Studierenden aus Kurdistan e. V. (YXK) zum mittlerweile 23. Mal die Hüseyin Çelebi Literatur- und Gedichtsveranstaltung. Für dieses Jahr beginnt die Sammlung der Werke am 15. Mai und endet am 31. Juli. Die Verleihung der Preise für die eingegangenen Werke findet am Tag der Veranstaltung, dem 17.Oktober, in Dortmund statt.

Die Teilnahmebedingungen:

  • Die Werke können in den Sprachen Kurdisch (Kurmanci, K?rmançki, Sorani), Deutsch, Armenisch und Türkisch verfasst werden.
  • Die Werke dürfen zuvor nicht woanders erschienen sein.
  • Die Anzahl der Werke, die pro Person eingesendet werden können, beträgt max. zwei.
  • Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre Werke mit einem kurzen Lebenslauf so wie einer Kontaktadresse bis spätestens 31. Juli. 2015 an die Postadresse
    Literaturveranstaltung
    Postfach 10 03 10
    44003 Dortmund


    o
    der per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einzusenden.

weitere Informationen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage:
http://hueseyincelebi.webs.com
http://www.yxkonline.com/

Aufruf des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan e. V. (YXK)

Gedenken an Hüseyin Çelebi
Der Genosse Hüseyin Çelebi ist im Jahr 1992 innerhalb der Reihen der kurdischen Freiheitsbewegung gefallen. Mit unserer Veranstaltung gedenken wir unseres Ehrenvorsitzenden Hüseyin Çelebi und allen GenossInnen, die im Kampf für eine freie Gesellschaft gefallen sind. Wir sehen es von großer Bedeutung, GenossInnen zu ehren, die in der Phase des Umbruchs in Kurdistan und im Mittleren Osten, einen Kampf für die Freiheit der dortigen Gesellschaften geführt und ihr Leben dabei gelassen haben. Denn die Fortschritte, die wir heute erreicht haben, haben wir ihnen zu verdanken.

Und überall da, wo wir Unrecht erfahren, werden wir Widerstand leisten"

Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von Unterdrückung, Ausbeutung und Unrecht. Jedoch gab es gleichzeitig auch immer einen Kampf von Menschen, die entschlossen für die Freiheit gekämpft haben. Diese Menschen haben den Widerstand bis zum heutigen Tag weitergetragen.

Ihre Vorstellung von Freiheit ebnet den Weg für ein alternatives Gesellschaftsmodell. Die kurdische Freiheitsbewegung führt einen Kampf mit internationalistischer Perspektive, was sich auch bei den Arbeiten unseres Genossen Hüseyin Çelebi widergespiegelt hat.

Renaissance im Mittleren Osten!
Die kurdische Freiheitsbewegung strebt eine tiefgreifende Demokratisierung und eine Renaissance des Mittleren Ostens an. Es wird versucht mit einem neuen humanistischen Geist die alten Werte der Menschheit wieder blühen zu lassen, die zu zerstören versucht wird. Diese neue Lebendigkeit zeigt sich besonders in der Kunst, Kultur und in vielen anderen sozialen Bereichen. Die kurdische Gesellschaft hat eine herausragende Willensstärke und verteidigt sich in politisch-ethischer Hinsicht gegen die Einflüsse der kapitalistischen Moderne. In allen vier Teilen Kurdistans durchlebt sie gemeinsam mit anderen Gesellschaften eine kulturelle, soziale und politische Wiederauferstehung und führt einen Kampf um Freiheit. In diesem Zusammenhang ist es von großer Bedeutung, Rojava zu gedenken. Rojava ist der Ausdruck für das gemeinsame, freie, faire und geschwisterliche Zusammenleben der kurdischen mit anderen Gesellschaften. Rojava darf nicht nur als Produkt des vierzigjährigen politischen Widerstands der kurdischen Freiheitsbewegung dargestellt werden. Es ist zugleich ein Beispiel und eine Antwort auf die Hoffnung der Gesellschaften des Mittleren Ostens auf ein friedliches, freies und würdevolles Leben.

Ein unvollendeter Roman
Der Prozess der Befreiung der kurdischen Gesellschaft und der in Kurdistan lebenden Völker ist ein noch nicht zu Ende geschriebener Roman über die Freiheit. Alleine das Leben und der Widerstand der gefallenen FreiheitskämpferInnen, die ihr Leben für ein freies Leben geopfert haben, sind ein Epos, eine Geschichte, ein Gedicht und ein Lied. Darum ist Mesopotamien ein Meer voller HeldInnen. Sofort fallen uns viele Namen ein, die wir nennen könnten, und gewiss fehlen dabei noch tausende Namen. Namen wie Ibrahim, Mahir, Deniz, Mazlum, Kemal, Hüseyin, Engin, Zilan, Apê Musa, Leyla Qasimlo, Sara, Rojbîn und Ronahî...

Eine weitere Farbe: Armenisch
Die Hüseyin Çelebi Literatur- und Gedichtsveranstaltung hat sich zu einer Plattform verwandelt, auf der Menschen ihre Gefühle, Gedanken und Ideen in verschiedenen Sprachen mit der Welt teilen, und ihre künstlerischen Talente ausdrücken können.

In diesem Jahr bereichern wir uns an einer vergessenen Farbe,die in Kurdistan wie auch in der Türkei vor vielen Jahren noch stark präsent war: Armenisch. Es sind die armenischen Klagelieder und Gedichte, die uns vom Leid des armenischen Volkes erzählen. Der Genozid an den Armeniern, Aramäern und anderen Völkern Mesopotamiens im Osmanischen Reich von 1915 welcher sich zum 100. Mal jährt darf nicht in Vergessenheit geraten. Es ist die Aufgabe der Menschheit sich die leidvollen Geschehnisse stets in Erinnerung zu halten und mit ihr abzurechnen, damit die kommenden Lieder und Gedichte von einer schöneres Zeit erzählen. In diesem Zusammenhang widmen wir in diesem Jahr die 23. Hüseyin Çelebi Literatur- und Gedichtsveranstaltung stellvertretend für alle vom Genozid betroffenen Völker, Religion und Kulturen der armenischen Gesellschaft.

Teilnehmende Juroren:

  • Kategorie Kurmancî Gedicht:Fatma Savci, Rênas Jiyan, Medeni Ferho
  • Kategorie Kurmancî Kurzgeschichte: Dilawer Zeraq, Sîdar Jîr, Mazhar Roj
  • Kategorie Kirmanckî Gedicht und Kurzgeschichte: Deniz Gündüz, Haydar Diljen, Ihsan Espar
  • Kategorie Soranî Gedicht und Kurzgeschichte: Xeyrî Sengalî, Mansour Teyfori
  • Kategorie Armenisch Gedicht und Kurzgeschichte: Dr. Vazrig Bazil, Aris Nalci Pakrat Estukyan
  • Kategorie Türkisch Gedicht: Hicri Izgören, Sükrü Erbas, Sezai Sarioglu
  • Kategorie Türkisch Kurzgeschichte: Günay Aslan , Güler Yildiz, ?rfan Aktan
  • Kategorie Deutsch Gedicht und Kurzgeschichte: Fatima Moumouni und StudentenInnen der YXK






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Aufruf zur Solidaritätsaktion

Infos hier

siehe auch: Wirtschaftskrieg gegen Cuba

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