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Cuba HAB-Sturm-Irma13.09.2017: Der Wirbelsturm "Irma" war der schlimmste Hurrikan seit Aufzeichnungen dieser Wetterphänomene. In den Medien stehen die Verwüstungen in Florida im Zentrum. Die großen Verheerungen hat der Wirbelsturm aber in der Karibik angerichtet, bevor er die USA heimsuchte. Auch Cuba wurde schwer getroffen. Hilfe durch die meisten kapitalistischen Staaten, die das Land seit Jahrzehnten mit einer Finanz- und Wirtschaftsblockade überziehen, kann Cuba nicht erwarten. Cuba braucht unsere solidarische Hilfe!

 


"Kuba ist in der Region vorbildlich, was den Katastrophenschutz angeht. Vor "Irma" wurden mehr als eine Million Menschen über Tage in Sicherheit gebracht. Der Zivilschutz sorgt umfassend vor, und die Menschen auf Kuba sind im richtigen Verhalten durch umfangreiche Übungsmaßnahmen trainiert. Droht ein Wirbelsturm, gibt es zunächst eine Phase der Information; bei konkreter Gewissheit, dass er Kuba erreichen wird, die Warnphase und zuletzt die Alarmphase, wenn er auf Land trifft. Bei den Wirbelstürmen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sind auf Kuba deshalb jeweils wenige Todesopfer zu verzeichnen gewesen, während sie in den Nachbarinseln und den USA zuweilen bis in die Hunderte gingen. Das ist Ausdruck der Verfasstheit einer Gesellschaft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und wo die Kosten für die notwendigen Schutzmaßnahmen keine Rolle spielen." (Erklärung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba)

Cuba leistet gleichzeitig solidarische Hilfe im Rahmen seiner Politik eines Internationalismus, der sich nicht an politischer Zweckmäßigkeit, sondern am Humanismus ausrichtet. Tage, bevor "Irma" volle Stärke bekam, war Cuba mit einem Hilfstransport in Antigua und Barbuda präsent. Cubas Regierung entsandte zudem den ausgezeichneten Hurrikan-Experten José Rubiera nach Florida, um die dortigen Behörden in den Vorbereitungsmaßnahmen zum Schutz der Menschen zu unterstützen.

Der Kategorie-5 Sturm "verursachte dem Lande schwere Schäden, die gerade wegen ihres Ausmaßes noch nicht quantifiziert werden konnten", sagte Präsident Raúl Castro in einem "Aufruf an das kämpfende Volk". Er lobte die Solidarität und gegenseitige Hilfsbereitschaft der Cubaner. "Es waren harte Tage für unser Volk, das in wenigen Stunden sehen musste, wie das unter Anstrengung Aufgebaute von einem verheerenden Hurrikan zerstört wurde", so Castro.

Cuba  Flughafen-Jardines-del-Rey IRMATrotz der Evakuierung von rund 2 Millionen Menschen kam es auf Cuba zu 10 Todesfällen, davon 7 allein in Havanna. Tausende Wohnhäuser, insbesondere entlang der Nordküste, wurden zerstört. Die Stromversorgung ist durch beschädigte Kraftwerke und Stromleitungen im ganzen Land schwer beeinträchtigt. Auch bei der Landwirtschaft hinterließ "Irma" schwere Schäden. 40 der 56 Zuckermühlen des Landes erlitten Schäden an den Dächern der Gebäude. Mehr als 300.000 Hektar Zuckerrohrfelder, über ein Drittel der Anbaufläche, wurden beschädigt. Wie schwer es die übrigen Bereiche der Landwirtschaft getroffen hat, ist zur Zeit noch nicht bekannt. (im Foto links der zerstörte internationale Flughafen von Jardines del Rey im Norden der Provinz Ciego de Ávila, entnommen von http://de.granma.cu/cuba/2017-09-08/live-ticker-hurrikan-irma)

"keine Familie bleibt ihrem Schicksal überlassen" (Raúl Castro)

Während noch immer starke Winde und Wellen die cubanische Nordküste heimsuchten, begannen bereits am Sonntag die ersten Arbeiten des Wiederaufbaus. Bis Ende der Woche soll in vielen Gemeinden wieder so etwas wie Normalität herrschen. Hierfür arbeiten derzeit tausende offizielle und freiwillige Helfer ohne Unterbrechung in allen betroffenen Provinzen. Auch wenn die Arbeiten komplexer als sonst, die Organisation umfangreicher ist, bleibt laut Raúl Castro ein Prinzip unverändert: „Die Revolution wird niemanden schutzlos lassen und es werden bereits Maßnahmen ergriffen, damit keine cubanische Familie ihrem Schicksal überlassen bleibt.“

Gemeinsame Hilfe für Cuba nach Hurrikan "Irma"

Der Wiederaufbau wird aber noch lange dauern und erhebliche Mittel erfordern. Dabei kann Cuba nicht auf die Unterstützung durch die meisten kapitalistischen Staaten setzen. Diese versuchen das Land seit Jahrzehnten mit einer Finanz- und Wirtschaftsblockade zu ruinieren. Auf Grund dieser Blockade ist es für Cuba schwierig und extrem teuer, Kredite für den Wiederaufbau zu erhalten. Für den Wiederaufbau und die schnelle Beseitigung der Hurrikanschäden benötigt Cuba dringend finanzielle Spenden, um Baumaterial, Baugerät, Werkzeug und andere notwendige Dinge zu kaufen. Deshalb unterstützten kommunisten.de und die marxistische linke den Spendenaufruf des Netzwerk Cuba e.V..

 

Spendenaufruf des Netzwerk Cuba e.V.

Hilfe für Cuba wegen Hurrican „Irma“

Die verheerenden Folgen des Super-Hurricans IRMA auf mehreren Inseln der Karibik sind ein schwerer Schlag für die Betroffenen. Die Bilder und Berichte über die Schäden und Verwüstungen sind schockierend. Der Hurrican hat mit Windgeschwindigkeiten bis zu 260 km/h trotz der aufwändigen Schutzvorkehrungen im Osten und an der gesamten Nordküste Cubas immense Schäden angerichtet, die regionale Infrastruktur, Schulen und Produktionsstätten beschädigt und einige Wohnbezirke zerstört. Das Eindringen des Meeres und über sechs Meter hohe Wellen verursachten schwere Schäden an den Ufern der gesamten Region. Betroffen sind vor allem die zentralen Provinzen Las Tunas, Camagüey, Ciego de Avila, Sancti Spiritus, Villa Clara, Cienfuegos. Die Provinzen Matanzas, Havanna und Artimisa waren über 40 Stunden den Stürmen und Wassermassen ausgesetzt. Entsprechend hoch sind die entstandenen Schäden.

Dass nur wenige Menschenopfer und nicht noch mehr Zerstörungen zu beklagen sind, ist den aufwändigen und kostspieligen Sicherheitsvorkehrungen in Cuba zu verdanken. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wurden diese in gewohnt professioneller und sorgfältiger Weise vorgenommen. Die UN und internationale Hilfsorganisationen haben die bisherige Qualität der cubanischen Krisenbewältigung wiederholt gelobt und als Vorbild empfohlen. Rechtzeitig sind tausende Menschen in den Evakuationszentren eingetroffen, die der cubanische Staat zum Schutz der Bevölkerung einrichtete. Hunderte Transportmittel, Fahrer, Abgeordnete der Wahlkreise, Vorsitzende der Volksräte, Mitglieder der Räte der Zivilverteidigung und anderes Personal unterstützten diese so wichtige Aufgabe, die für den Schutz des menschlichen Lebens entscheidend ist.

Diese aufwändigen Schutzmaßnahmen und die Behebung der Zerstörungen sind mit extrem hohen Kosten verbunden, die Cuba allein nicht zu tragen vermag. Daher werden auch in Cuba dringend Finanzmittel für den Wiederaufbau von Schulen, Ärztezentren, Wohnhäusern, Straßen, Brücken etc. benötigt. Es müssen Baustoffe, Baugeräte, Werkzeug u.v.a.m. beschafft werden!

Aufgrund der Schwere der Zerstörungen und Schäden durch den Hurrican in Cuba rufen wir die Bürgerinnen und Bürger, die Sozialverbände und Kirchen, sowie die Bundesregierung nachdrücklich dazu auf, großzügige Geldspenden zur Hilfe in Cuba zu übermitteln.

Spenden (sie werden von uns an die zuständige cubanische Institution überwiesen) bitte an:
NETZWERK CUBA e.V., Berlin
DE58 1001 0010 0032 3331 00
BIC: PBNKDEFF
Verwendungszweck: „Spende Hurrican Irma

Quelle: http://www.netzwerk-cuba.de/2017/09/hilfe-fuer-cuba-wegen-hurrican-irma/


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