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alt25.12.2009:  Mittlerweile haben sich etwa 1.300 Menschen aus 42 Ländern für eine Teilnahme am Gaza-Freiheitsmarsch (31.12.2009) angemeldet und warten auf die Genehmigung für den Zugang zum Gaza-Streifen durch die ägyptischen Behörden. Viele der Teilnehmer sind auch schon in Kairo, um sich mit den anderen auf den Marsch an die Grenze Ägyptens zum Gaza-Streifen in Rafah vorzubereiten. Die ägyptischen  Behörden haben erklärt - ihren israelischen Nachbarn stets zu Diensten -, dass die Grenze bis in den Januar hinein geschlossen bleibe. Man begründet dies - aufgrund der Wichtigkeit muss immerhin das Außenministerium statt der örtlichen Polizei diese Aufgabe übernehmen - mit der Sensibilität der Materie und mit dem Gefahrenpotenzial.

In einer Mitteilung der Organisatoren des Gaza-Freiheitsmarsches, die hier im Wortlaut wiedergegeben wird, schildern sie den derzeitigen (Still-)Stand und betonen, dass der gewaltfreie Marsch - Verbot hin oder her - stattfinden wird. Sie bitten die internationale Öffentlichkeit um Hilfe durch Proteste per Telefon, EMail oder Fax bei den jeweiligen diplomatischen Vertretungen Ägyptens und/oder dem ägyptischen Außenministerium.

We are determined to break the siege. We all will continue to do whatever we can to make it happen. Using the pretext of escalating tensions on the Gaza-Egypt border,  the Egyptian Foreign Ministry informed us yesterday that the Rafah border will be closed over the coming weeks, into January. We responded that there is always tension at the border because of the siege, that we do not feel threatened, and that if there are any risks, they are risks we are willing to take. We also said that it was too late for over 1,300 delegates coming from over 42 countries to change their plans now.  We both agreed to continue our exchanges.

Although we consider this as a setback, it is something we've encountered and overcome before. No delegation, large or small, that entered Gaza over  the past 12 months has ever received a final OK  before arriving at the Rafah border. Most delegations were discouraged from even heading out of Cairo to Rafah. Some had their buses stopped on the way. Some have been told outright that they could not go into Gaza. But after public and political pressure, the Egyptian government changed its position and let them pass.

Our efforts and plans will not be altered at this point. We have set out to break the siege of Gaza and march on December 31 against the Israeli blockade. We are continuing in the same direction.

Egyptian embassies and missions all over the world must hear from our supporters (by phone, fax and  email) over the coming crucial days, with a clear message: Let the international delegation enter Gaza and let the Gaza Freedom March proceed.

... Thank you for being part of a global movement.

The Gaza Freedom March Steering Committee

Unsere Leser rufen wir auf, in diesem Sinne Proteste gegen die Blockade des Gaza-Freiheitsmarsches der Botschaft Ägyptens in Deutschland zu übergeben. Und wer einen kurzen Draht zu Abgeordneten, möglichst auf Europa-, Bundes- oder Landesebene hat, bewege sie ebenfalls zum Protest.

EMail-Beispieltext:
I  am writing to express my full support for the December 31, 2009 Gaza Freedom March. I urge the Egyptian government to allow the 1.300 international delegates to enter the Gaza Strip through Egypt.The  aim of the march is to call on Israel to lift the siege. The delegates will also take in badly needed medical aid, as well as school supplies and winter jackets for the children of Gaza.
Please, let this historic March proceed.
Thank you.

Oder einfach:
Lassen Sie bitte die internationale  Delegation in den Gaza­streifen einreisen.

Adressat in Deutschland:
Botschaft Arabische Republik Ägypten
Stauffenbergstrasse 6/7
10785 Berlin

Tel.: (030) 477 54 70 und (030) 479 01 880
Fax: (030) 477 10 49

EMail: embassy @egyptian-embassy.de

 

Foto: Videoclip: Gaza closed Zone    http://www.closedzone.com/

 

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#unteilbar
Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.
Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

weiter im Aufruf zur Demonstration


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