Kapital & Arbeit

Siemens Boerse16.02.2018: Siemens-Vision 2020+ muss warten. Sein Strategie-Konzept, das Siemens-Chef Joe Kaeser ursprünglich im Mai dieses Jahres verkünden wollte, wird erst vorgestellt, wenn sich beim Umbau der Problem-Sparte Power&Gas, insbesondere bei den Verhandlungen mit der IG Metall und den Belegschaftsvertretern, eine Lösung abzeichnet. Aber Konturen des Konzern-Umbau-Plans sind bei den gegenwärtigen Weichenstellungen bereits zu erkennen. Der Umbau dürfte auf die größte Verschlankung und Zergliederung des Konzerns in seiner Geschichte hinauslaufen, an dessen Ende möglicherweise "zwei Siemens" stehen.

Weiterlesen: Die Zerlegung des Siemens-Konzerns

IGM Tarifabschluss IGM07.02.2018: Am späten Montagabend haben sich die Tarifvertragsparteien in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs auf einen Tarifabschluss geeinigt ++  "Zukunftsweisend" nennt der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, das Tarifergebnis ++ Auch Gesamtmetall ist zufrieden: "Mit diesem Modell haben wir genau die Flexibilisierung nach unten und nach oben vereinbaren können, die wir angestrebt haben" ++ "Die Beschäftigten haben mehr verdient als das, was nun auf dem Tisch liegt", meint der Gewerkschafter und Vorsitzende von DIE LINKE, Bernd Riexinger.

Weiterlesen: Tarifabschluss der Metaller*innen in Baden-Württemberg: Nur Sieger?

Siemens HV2018 303.02.2018: Die diesjährige Hauptversammlung des Siemens-Konzerns in der Münchner Olympia-Halle machte schon von weitem auf sich aufmerksam: Trommelschläge auf Öl-Fässer, Trillerpfeifen, Rasseln. Einige Hundert Siemensianer aus den Standorten Görlitz, Erfurt, Würzburg, Offenbach und anderen hatten ein langes Spalier aus Transparenten gebildet mit Losungen: "Wir sind Siemens", "Wir halten zusammen"- aufgeführt die von Schließung und Stellenabbau betroffenen Standorte: Görlitz, Erfurt, Leipzig, Berlin, Essen, Mülheim, Duisburg, Offenbach, Erlangen, Nürnberg, "Wir kämpfen wie die Bären", "Wir kämpfen für unseren Standort", "Sicherung der Arbeitsplätze statt Shareholder-Value" und immer wieder auf Plakaten und gelben Warnwesten der Teilnehmer: "Mensch vor Marge!"

Weiterlesen: Siemens-Hauptversammlung: Beschäftigte fordern "Mensch vor Marge!"

Deutsche Post Briefleerung02.02.2018: Am 23. Januar begannen die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post AG und dem ver.di-Fachbereich 10, der 130.000 Beschäftigte vertritt. 6% mehr Gehalt und Ausbildungsvergütung fordert die Gewerkschaft sowie die Möglichkeit, einen Teil davon in freie Zeit umwandeln zu können. Eine jährlich nach einer„Leistungsbeurteilung“ gezahlte Prämie soll künftig auf 12 Monate verteilt werden. Zudem verlangt ver.di die Übernahme der Ergebnisse für die bei der Post arbeitenden 32.000 Beamten. Obwohl die Kapitalseite die Forderungen kannte, kam von ihr – wie üblich – zunächst mal kein Angebot. Ab 6. Februar soll in Berlin weiter verhandelt werden.

Weiterlesen: Tarifverhandlungen bei der Post

IGM Jugend Kueste26.01.2018: Heute Abend beginne der "letzte Versuch", um am Verhandlungstisch zu einem Ergebnis zu kommen, teilte der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann mit. Wenn die Verhandlungen mit den Metallarbeitgebern in Baden Württemberg bis morgen Mittag zu keinem Ergebnis führen, dann werde die IG Metall die nächste Eskalationsstufe einleiten, sagte Hofmann heute Mittag. Die 'nächste Eskalationsstufe' bedeute flächendeckende 24-stündige Warnstreiks und eventuell die Einleitung der Urabstimmung in ausgewählten Bezirken der IG Metall, erläuterte er den Pressevertreter*innen.

Weiterlesen: IG Metall streikbereit

Siemens Goerlitz IGM17.01.2018: Offiziell heißt es bei beiden Branchenriesen: Die Nachfrage nach großen Dampf- und Gasturbien wäre wegen der "Energiewende" gesunken. Dass dies nicht stimmt, kann man schon daran ablesen, dass ausgerechnet die Siemensstandorte in Deutschland geschlossen (Görlitz, Leipzig) oder verkauft (Erfurt) werden sollen, die bislang kleine und mittlere Maschinen gebaut haben. Dazu kommt, dass beispielsweise das Werk Leipzig mit seinen Turboverdichtern kaum etwas mit der "Energiewende" zu tun hat, weil deren Turboverdichter hauptsächlich für den Transport von Öl, Gas und anderen Chemikalien benötigt werden. Was steckt also dahinter?

Weiterlesen: Kahlschlag bei Siemens und GE im Energieanlagenbau: Warum sollen deutsche Standorte geschlossen...

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Der Kommentar

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