Kapital & Arbeit

NSN Die Wirtschaft01.02.2012: Mehr als 2.000 Beschäftigte von Nokia Siemens Networks demonstrierten heute in München gegen die beabsichtigte Schließung des Betriebes. Im Anschluss an eine Betriebsversammlung zogen die KollegInnen bei eisiger Kälte zu einer Kundgebung vor das NSN-Vorstandsgebäude.
Ende November 2011 hatte NSN-Chef Rajeev Suri angekündigt, bis Ende 2013 weltweit 17.000 Stellen abzubauen - gut ein Viertel der insgesamt 74.000 Beschäftigten. 30 Standorte sollen dicht gemacht werden. Dazu kommen umfangreiche Ausgliederungen und Verkäufe von Unternehmensteilen.

Weiterlesen: Proteste gegen Stellenabbau bei NSN

schlecker_xl_nicor22.01.2012: Am Freitagabend ging die Pleite-Meldung durch die Tagesschau: Die Drogeriekette Schlecker will für die insgesamt rund 7200 Filialen Insolvenz anmelden. 30.000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Schlecker ist der Inbegriff für Ausbeutung und prekäre Arbeitsverhältnisse im Einzelhandel. Schlecker machte viele Fehler. Das Image des Unternehmens war ramponiert: Alle Kunden wussten: “Billig” geht hier auf Knochen der beschäftigten Frauen. Erst 1996 wurden Betriebsräte zugelassen. 1998 gab es Bewährungsstrafen für Anton und Christa Schlecker. Grund: Verstoß gegen den Manteltarifvertrag. Zwei Millionen D-Mark mussten für gemeinnützige Zwecke gezahlt werden.

Weiterlesen: Schlecker-Insolvenz - 30.000 Arbeitsplätze sind gefährdet

rep87_grafik29.12.2011: Seit Jahren folgt eine Krise auf die andere. Von der Immobilien- zur Bankenkrise, von der Wirtschafts- zur Krise der Schuldnerländer und der Staatsfinanzen, von der Eurokrise wieder zur Bankenkrise und wieder zurück. Der globale Kapitalismus ist gefangen in ständigen Krisenzyklen und findet keinen Ausweg. Der Betrachter, gerade auch der engagierte und zur Aktivität bereite, steht vor einer Fülle von Begriffen, die in hohem Tempo und mit großer Intensität auf ihn einprasseln. Was gestern noch subprime-Kredite waren, sind heute schon Credit Default Swaps und andere Derivate, sind Leerverkäufe und Treasuries, Kernkapitalquoten und Basel I, II und III. Die isw-Redaktion legt nun ein "ABC" vor, worin über 70 der meistgebrauchten und wichtigsten Stichworte der Schulden- und Finanzkrise erläutert werden. (Redaktionsschluss: Ende November 2011)

Es ging dem isw dabei nicht in erster Linie um eine "lexikalische" Definition der Sachverhalte, sondern um ihren je speziellen "Beitrag" zur Krise und zur Krisenhaftigkeit des an seine Grenzen stoßenden neoliberalen Akkumulationsmodells des Kapitalismus. Es zeigt sich, dass der Kapitalismus keine Lösungen auf die von ihm produzierten Probleme hat. Nichts bewies dies mehr als der "EU-Gipfel" im Dezember 2011.

Weiterlesen: ABC der Schulden- und Finanzkrise

faustkaefer_dkp_rote_kaefer21.12.2011: Volkswagen längst die Nr.1 in der Welt

9 Mrd. Überschuss aus dem laufenden Geschäft in nur 9 Monaten

Vorsteuergewinn gegenüber dem gleichen Zeitraum 2010 verdreifacht auf 16,6 Mrd.

Die Rücklagen betragen trotz riesiger Investitionen 21,2 Mrd. €

Diese Schlagzeilen der örtlichen Presse spiegeln vor: alles läuft rund bei Volkswagen! Für viele Beschäftigte von VW, sowie der Töchter Autovision, WOB-AG und Sitech stellt sich das aber ganz anders dar!

Weiterlesen: Rekordergebnis für VW-Konzern - für Beschäftigte auch alles o.k.?

Postbank_muenchen_Streik_051211_IMG_443406.12.2011: Um 5 vor 12 versammelten sich am Montag ca. 1000 Beschäftigte der Postbank München vor der Hauptgeschäftsstelle an der Paul-Heyse-Strasse in München (Nähe Hauptbahnhof - im Bahnhofsviertel - ) zum vorläufigen Abschluss ihrer 4-tägigen Aktionen und Warnstreiks gegen den geplanten Stellenabbau von rund 30% sowie diversen zusätzlichen Lohneinbussen, die im Zuge der Fusion/übernahme durch die DeutscheBank düster wie die Unwetterwolken über ihnen hängen. Dabei bemerkte eine junge Rednerin treffend, dass allein die Differenz von 27 Millionen Euro, die das DeutscheBank-Management im laufenden Jahr mehr verdient haben wird als das Management der Postbank, schon zur Sicherung der Postbankbeschäftigten reichen würde.

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Weiterlesen: Postbank-Streiks fortgesetzt

29.11.2011: Drei Monate haben die KollegInnen bei Bertelsmann-Prinovis gegen Entlassungen und für einen Sozial- und Anerkennungstarif gekämpft und gestreikt. In der Dokumentation ihres Arbeitskampfes (Anlage) heißt es: „Gestreikt haben wir damit auch gegen das Prinzip von Bertelsmann »Lohnverzicht oder Entlassung«. Nachdem über 200 Kollegen sich nicht zu Lohnverzicht und unbezahlter Mehrarbeit pressen ließen, hieß es zunächst 138 von diesen sollen entlassen werden. Das trifft nicht nur uns. Damit werden Unternehmer anderer Betriebe geradezu aufgefordert sich der Tarifbindung zu entledigen, Arbeitsrechte mit Füssen zu treten und ihre Beschäftigten einzeln zu erpressen. Ganz nach dem Motto: »Was gut ist für Bertelsmann, ist gut für die gesamte Republik.« (R. Mohn, Eigentümer)
Doch viele Kolleginnen und Kollegen haben erkannt, was gut ist für die Republik von Bertelsmann und Konsorten, ist keineswegs gut für uns.“

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forum_dkp_hessen_gewerkschaftrstag_igm_IMG_2419_FPrahl15.11.2011: Dieser Tage trafen sich in der Hanauer Reinhardskirche Genossinnen und Genossen und Kolleginnen und Kollegen aus dem Rhein-Main zum „Gewerkschafts- und betriebspolitischen Forum der DKP Hessen“ um die Ergebnisse des vergangenen IG Metall Gewerkschaftstages einzuschätzen.

Mit Horst Schmitthenner, ehemaliges Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall, diskutierten die Teilnehmer Positionen und Aktionen zur Tarif- und Gesellschaftspolitik der IG Metall. Schmitthenner und der Hanauer Delegierte Jürgen Brandies waren sich einig, dass der Karlsruher Gewerkschaftstag weniger von politischen Debatten geprägt war als vorangegangene Kongresse. Die Delegierten folgten größtenteils der Kongressregie des Vorstandes der Gewerkschaft, der auf Tarifpolitik und betriebliche Arbeit orientierte und auf eine Analyse der aktuellen politischen, finanz- und realwirtschaftlichen Lage weitgehend verzichtete.

Weiterlesen: IG Metall-Gewerkschaftstag - Harmonie statt Gesellschaftsanalyse

IGM_gewerkschaftstag_eroeffnung_igm19.10.2011: Unter dem Titel „Kurswechsel: Gemeinsam für ein Gutes Leben“ hielt der wiedergewählte Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, seine Grundsatzrede, die als Zukunftsreferat bezeichnet wurde. Wichtige Punkte behandelte Huber dort, wie z. B. die Jugendarbeitslosigkeit und Bildungsmisere, die Zunahme von prekären und ungeschützten Arbeitsverhältnissen, in dessen Zusammenhang er zu Recht fragt: „Was ist das für eine zynische Ökonomie, in der Leiharbeit nicht mehr unter Personalausgaben, sondern unter Materialeinkauf verbucht wird?“. Er benannte den wachsenden Arbeitsstress und psychische Erkrankungen, die Notwendigkeit von Arbeitszeitkonten und einiges mehr. Doch eine grundlegende Analyse der Wirtschaft- und Finanzkrise, ihrer Ursachen und gewerkschaftlichen Konsequenzen daraus blieb aus. Stattdessen wimmelt es nur so von Allgemeinplätzen über diese dramatisch anwachsende große Krise, aus denen er schwammige Forderungen ableitet.

Weiterlesen: Eindrücke vom 22. Gewerkschaftstag der IG Metall

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