Kapital & Arbeit

DTAG_mami_322823.03.2012: Zur gleichen Zeit, in der die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, bei der Deutschen Telekom und in der Metall- und Elektroindustrie um bescheidene 6,5% mehr Lohn und Gehalt kämpfen müssen, werden die Aktionäre mit saftigen saftige Dividenden überschüttet. Und wofür? Für´s "Aktienhalte", was der englische Begriff für Aktionär, "Shareholder", wörtlich übersetzt bedeutet. Für´s "Coupon abschneiden" hieß es früher. Zu den üppigen Profiten der Konzerne haben sie jedenfalls keinen Handstrich beigetragen, diese wurden allesamt von den KollegInnen erarbeitet. Nach ersten Berechnungen wollen die Dax-30-Konzerne im Frühjahr 2012 insgesamt gut 27  Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 ausschütten. Etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der zweitüppigste Dividenden-Geldregen in der Geschichte des Dax.

Weiterlesen: Dividenden-Füllhorn: Telekom schüttet am meisten aus

verdi_tarifrunde_tkit_201222.03.2012: Nachdem die Arbeitgeberseite auch in der 3. Verhandlungsrunde über Entgelterhöhungen für die Deutsche Telekom AG kein Angebot vorgelegt hat und statt dessen mit Drohungen und Erpressungen versucht, ver.di in Verhandlungen über eine Null-Runde zu zwingen, hat die Verhandlungskommission des ver.di Fachbereichs TK/IT die ursprünglich auf 2 Tage festgelegten Verhandlungen unterbrochen. Mit dem Argument, jede Tariferhöhung würde zwangsläufig zu Überlegungen über Personalabbau und Verlagerungen ins Ausland führen, hat die Kapitalseite die Forderungen nach einem Angebot zurück gewiesen. Angesicht der Ausschüttung von über 3 Mrd. Euro an die Aktionäre in diesem Jahr eine unglaubliche Provokation.

Weiterlesen: Nach Arbeitgeberprovokation bricht ver.di die 3. Verhandlungsrunde ab.

verdi_koeln_210312_KStein_5337a_30021.03.2012: Allein in Köln sind es an diesem Mittwoch, 21. März, 18 500 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst, die in mehreren Zügen bei herrlichem Sonnenschein auf den Heumarkt streben. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten und Auszubildenden der Kölner Verkehrsbetriebe mobilisiert, die der Abfallwirtschaftsbetriebe, der Stadtentwässerungsbetriebe, der Stadtverwaltung, der städtischen Kindertagesstätten, der KölnBäder GmbH, von KölnTourismus, der RheinEnergie AG und der Stadtwerke Köln GmbH, des Städtischen Klinikums, der Sozialbetriebe der Stadt Köln, des Studentenwerkes, der Arbeitsagentur Köln, des Jobcenters Köln, der Bundesbehörden sowie des Landschaftsverbands Rheinland. Dazu gesellen sich mindestens 8.500 Streikende aus der Region Aachen, Düren, Erft, Bonn-Siegburg, Wuppertal und Kreis Mettmann, Remscheid, Solingen, Leverkusen und vom linken Niederrhein. Da kommt was zusammen! In anderen Städten NRWs sind es heute weitere 50 000 Streikende: In Bielefeld wurden 8.000, in Dortmund 30.000, in Duisburg 12.000. Insgesamt in NRW 71 000.

Weiterlesen: Köln - Zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst

muenchen_verdi_streik_200312_wl_003620.03.2012: Zehntausend Streikende kamen am 20.3. um 12 Uhr nach einer Demonstration vom Gewerkschaftshaus zum Münchner Odeonsplatz. Nach dem Scheitern der zweiten Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft verdi und den “Arbeitgebern” des öffentlichen Dienstes, war die Stimmung diesmal deutlich kämpferischer und zorniger als vor einer Woche, also sich  “nur” dreitausend Kolleginnen und Kollegen auf dem Münchner Stachus versammelten.

Weiterlesen: Ver.di: Zehntausende Streikende auf dem Münchner Odeonsplatz

Warnstreik_Stgt_070312_065_30020.03.2012: Die DKP Bad Kreuznach hat eine Extra-Ausgabe ihrer Kleinzeitung „Der Funke“ vorbereitet, um sie zu verteilen, wenn es vor Ort zu Streiks der Kolleginnen und Kollegen von ver.di kommt. Wobei die Zielpersonen weniger die Streikenden selbst sein werden, - die wissen, wofür sie kämpfen -, sondern jene Menschen, die oft - von den Medien nicht ganz unbeeinflußt, völlig verständnislos sind, wenn z.B. morgens mal kein Bus fährt. Ein gutes Beispiel, das auch von anderen Gruppen aufgegriffen werden sollte.

Weiterlesen: DKP-Flugblatt für die Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2012

Warnstreik_Stgt._070312_009_30009.03.2012: Laut ver.di beteiligten sich im Bezirk Stuttgart über 7.000 am Streik. Mehr als 5.000 demonstrierten in der Stuttgarter Innenstadt und beteiligten sich an der Abschlußkundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz. Busse und Bahnen blieben auch in Stuttgart in den Depots. Die streikenden Kolleg/innen der SSB blieben in den Betriebshöfen und versammelten sich dort. Ca. 85 % der Stuttgarter Kitas blieben geschlossen. Auch in den Arbeiterämtern war die Streikbeteiligung sehr gut, ebenso überdurchschnittlich im Schulverwaltungsamt und weiteren Ämtern der Stadt.

Weiterlesen: Mehr als 7.000 Streikende im Bezirk Stuttgart

muenchen_verdi_streik_080312_wl_003008.03.2012: Statt der erwarteten eintausend kamen über dreitausend Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes am 8. März in München zur Demonstration und Kundgebung, zu der die Gewerkschaft verdi aufgerufen hat. Erzieherinnen, Kollegen der Versorgungsbetriebe, viele Kolleginnen und Kollegen der GEW, Azubis aus der städt. Lehrwerkstatt, Beschäftigte städt. Krankenhäuser und aus vielen anderen Bereichen erlebten einen kämpferischen ersten Warnstreiktag für ihre Forderung nach 6,5% mehr Lohn, mindestens aber 200.-€ und Übernahme aller Azubis. Allein von den Münchner Stadtwerken war eine Streikabordnung von 600 Kolleginnen und Kollegen gekommen, um gemeinsam und lautstark klar zu machen: Wir sind mehr wert!

Weiterlesen: München: Kämpferischer Warnstreik in München

duiesseldorf_warnstreik_sana_klinik_070312_koopmann121026907.03.2012: Auch in Düsseldorf rief ver.di an diesem Mittwoch als Antwort der Beschäftigen auf das ignorante Verhalten der Arbeitgeber Bund und Kommunen in der ersten Verhandlungsrunde zu Warnstreiks auf. Am vergangenen Donnerstag hatten die Arbeitgeber die Chance vertan, zum Verhandlungsbeginn ein Angebot zu unterbreiten. „Ihre Sturheit von Postdam deuten wir so, den Druck aus den Betrieben möglichst rasch zu erhöhen, damit wir zu einem Ergebnis gelangen“, erläutert Gustav Wilden, Geschäftsführer von ver.di Düsseldorf, als Schlussfolgerung.

Weiterlesen: Düsseldorf: ver.di - Warnstreik auch vor dem Sana-Krankenhaus

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