Meinungen

uz150607.02.2015: Es gibt Menschen, die lesen eine Zeitung von hinten nach vorne. Wer so die neue Ausgabe der UZ, die Zeitung der DKP, liest, tut gut daran, denn in der Rubrik „Meine progressive Woche“ schreibt Adi Reiher knapp, aber informativ, über die Entwicklung in Griechenland:

Unsere Kampfpresse schwelgt gern im Ungefähren; seit Sonntag erfahren Deutsche wenig Konkretes und Substantielles über die Politik des Kabinetts Tsipras. Wer Genaueres wissen will, ist auf das internationale Internet angewiesen.

Wer die UZ von vorne beginnt, wird sich schnell fragen, ob die UZ auch zur kritisierten Kampfpresse zuzuordnen ist. Denn in der Berichterstattung zu Griechenland sucht man ebenfalls wenig konkretes und Substantielles über die Politik der neuen Regierung, stattdessen viel Diffamierung. Und vor allem ruft die UZ nicht auf zur Solidarität. Doch erst die positive Würdigung dieser UZ-Ausgabe.

Weiterlesen: Die neue UZ - eine notwendige Blattkritik

11. Seminar über emanzipatorische Denkweisen. Leo Mayer berichtet aus Havanna

03.02.2015: Über 300 Teilnehmer aus 21 Ländern, davon 130 aus dem Ausland – nahezu alle aus Lateinamerika – und 200 aus Cuba nahmen in diesem Jahr am „Internationalen Seminar über emanzipatorische Denkweisen“ (Paradigmas Emancipatorios) in Havanna teil. Im Zentrum der Debatten standen Analysen über die Strategien des Imperialismus, über die Fortschritte und Widersprüche, Initiativen und Herausforderungen der sozialen Bewegungen und der Linken in all ihren verschiedenen Strömungen sowie über die Zusammenarbeit und Spannungen zwischen Linksregierungen und sozialen Bewegungen. Dazu kam die Information und Diskussion über die aktuelle Entwicklung in Cuba und die Neuformulierung des sozialistischen cubanischen Projekts. Aus Deutschland nahm Leo Mayer (Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, marxistische linke) an diesem Treffen teil.

Weiterlesen: Havanna: „Die Utopie ist realisierbar!“

syriza logo thierry ehrmann21.01.2015: Die Veranstaltung „Wölfe mitten im Mai“ mit Kai Degenhardt und Rolf Becker im Hamburger „Polittbüro“ war ein großartiges Erlebnis. Unter dem Beifall der Teilnehmer formulierte Rolf Becker zum Schluss einen leidenschaftlichen Appell zur Unterstützung der Forderungen der griechischen Bevölkerung und für Syriza bei den kommenden Wahlen. In weiten Teilen der Linken und auch in Teilen der Mitgliedschaft der DKP ist diese Unterstützung selbstverständlich. Dabei wird verstanden, dass Syriza keine kommunistische Partei ist, sondern ein Bündnis unterschiedlicher linker Strömungen darstellt.

Weiterlesen: Syriza unterstützen!

pressefest2014 conrad schuhler mami 535616.01.2015: Die Toten in Paris waren noch nicht bestattet, da hatten sich auch in Deutschland Publizisten und Journalisten aller Art schon in Positur geworfen: Wir alle sind Charlie, wir Journalisten werden auch weiterhin unter Lebensgefahr für Meinungsfreiheit, Wahrheit und die Verteidigung der demokratischen Werte in Europa kämpfen. So, unter anderen, der Herausgeber des Handelsblattes. Der Chef des Springer-Konzerns, Döpfner, ernannte den 7.1., den Tag der Pariser Attentate, zum neuen „9/11“, dem Beginn des „Kampfes gegen Terrorismus“ nach dem verheerenden Anschlag auf das World Trade Center in New York. Die Spiegel-Redaktion trat in voller Mann- und Frauschaftsstärke vor die Kamera und reckte Plakate in die Luft: Je suis Charlie.

Weiterlesen: Je ne suis pas Charlie oder: Der 7. Januar als Neuauflage von 9/11

05.01.2015: Die Droh- und Angstkampagne gegen die griechische Linke hat begonnen. Hier im Zentrum Europas ist es unsere Aufgabe, das Recht der Griechinnen und Griechen auf demokratische Selbstbestimmung zu verteidigen. Die Initiative "Griechenland entscheidet" hat einen Aufruf zur Solidarität mit SYRIZA veröffentlicht. Wir bringen einen Auszug:

Weiterlesen: Warum wir die griechische Linke jetzt unterstützen sollten

Münchner Flüchtlings-Camp polizeilich abgeräumt
von Wolfgang Blaschka

29.11.2014: Rund 30 Flüchtlinge aus verschiedenen arabischen und afrikanischen Ländern protestierten seit vergangenem Samstag (22.11.) im Münchner Zentrum am Sendlinger Tor vornehmlich gegen die unzumutbaren Lebensbedingungen in den Flüchtlingsunterkünften und gegen die Residenzpflicht. Zudem fordern sie die Anerkennung als politisch Verfolgte und damit ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland sowie eine Arbeitserlaubnis. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, traten die Flüchtlinge in einen Hungerstreik.

Weiterlesen: Die Eiseskälte bayerischer Asylpolitik ist klirrender als Winterfrost

Hugo Braun 045408.11.2014: Nicht ganz unpolitische Urlaubserinnerungen

Die neue Flugroute führt nun von Osten auf die Krim. Strahlender Sonnenschein  lässt an diesem Oktobertag die bunt belaubten Berge im Süden  leuchten. Beim Anflug auf Simferopol erinnere ich mich, dass es eine deutsche Prinzessin aus dem Hause Anhalt-Zerbst war, die als Katharina II. im Jahre 1783 dieses landschaftliche Juwel aus dem zerbröckelnden osmanischen Imperium in das russische Reich einfügte  „...von nun an und für alle Zeiten“.

Weiterlesen: Die Krim im Oktober - ganz privat

10.10.2014: Angesichts der verzweifelten Lage der Verteidiger von Kobanê fordern LINKE-Abgeordnete aus dem sogenannten Reformerflügel der Partei "wirksame Kollektivmaßnahmen" gemäß der UN-Charta, dh. einen militärischen Einsatz unter UN-Mandat. Dies könnte zum Dammbruch in der Partei DIE LINKE werden. Entsprechend heftig fielen die Reaktionen aus.

Weiterlesen: Debatte in DIE LINKE über Militäreinsatz in Kobanê

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