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alt01.07.2010: Mit einem Banküberfall der anderen Art protestierte die Kommunistische Jugend (KJÖ) Graz gegen Milliarden für die Banken statt Bildung und Sozialwesen. Unter dem Titel „Ba-Ba-Banküberfall“ organisierte die KJÖ eine Protestaktion vor der „Bank Austria“-Filiale in der Grazer Herrengasse. „Während für Banken und Konzerne in Form der ‚Rettungspakete‘ Milliarden aufgebracht wurden, wird das Krisengebiet Bildungswesen noch weiter ausgehungert“, stellt Robert Krotzer, KJÖ-Vorsitzender und KPÖ-Jugendkandidat bei der anstehenden Landtagswahl, fest.

Schüler, Studierende, Universitätsangehörige sowie  junge Arbeiter protestierten dagegen, dass Banken und Konzerne mit Milliardenbeträgen aus der selbstverschuldeten Krise gerettet wurden, während der Bildungsbereich und das Sozialwesen finanziell ausgehungert werden. Um der gesellschaftlichen Schieflage Ausdruck zu verleihen, verkleideten sich zwei Jugendliche als Bankdirektoren, die den Umstehenden Geld aus den Taschen zogen, um sich anschließend mit 100-Euro-Scheinen Zigarren anzuzünden. „Heruntergekommene Schulgebäude, überfüllte Hörsäle, fehlende Lehrmittel, katastrophale Betreuungsverhältnisse. Dazu kommen Prüfungsstress, Notendruck, fehlende Mitbestimmung und steigende Kosten für alle möglichen Selbstbehalte. Österreichs Schulen und Universitäten sind seit Jahren Krisengebiete“, stellte die KJÖ im Aufruftext fest.

Die jungen Kommunisten stellten mit dieser Protestkundgebung einmal mehr klar, dass sie nicht tatenlos zusehen werden, wenn die Kosten der gegenwärtigen kapitalistischen Krise auf die arbeitenden Menschen und die Jugend abgewälzt werden: „Der Widerstand gegen jugendfeindliche Politik geht auch nach den großen Schulstreiks und Uni-Besetzungen weiter!“ Für die KJÖ geht es um eine Änderung der gesellschaftlichen Prioritäten: menschliche Bedürfnisse müssen mehr zählen als Profitinteressen. Dass viele Menschen ähnlich denken, zeigte der große Zuspruch seitens junger wie älterer Passanten.

Text: bmugele grafik: KJÖ


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Aufruf zur Solidaritätsaktion

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siehe auch: Wirtschaftskrieg gegen Cuba

Der Kommentar

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