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isw w info 49 cover19.03.2015: Das isw, Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung, hat das neue Wirtschaftsinfo 49  von isw-Autor Fred Schmid und Zeichner Bernd Bücking veröffentlicht. Das isw-wirtschaftsinfo erscheint jeweils im ersten Quartal eines Jahres mit Analysen & Argumenten, Grafiken & Karikaturen zur wirtschaftlichen und sozialen Situation. Unter 17 Stichworten wird Bilanz des Vorjahres gezogen und ein kurzer Ausblick auf das laufende Jahr gegeben.

 

Die Kapitel gliedern sich in:

  • BIP/Wachstum
  • Produktivität,
  • Preise/Inflation
  • Außenhandel
  • Einkommensverteilung,
  • Löhne
  • Vorstandsbezüge/Boni
  • Profite/Dividenden
  • Investitionen
  • Steuern
  • Öffentliche Haushalte/Staatsverschuldung,
  • Reichtum
  • Armut
  • Arbeitslosigkeit/Beschäftigung,
  • Fusionen/Pleiten
  • Renten
  • Gesundheit.

Die vorliegende Bilanz 2014 – Ausblick 2015 enthält textmäßig eine sehr gedrängte Fassung zu den einzelnen Kapiteln. Zudem gibt es jeweils eine großflächige Karikatur zum Kapitel-Thema. Der Grund für diese ungewohnte Erscheinungsweise: Das wirtschaftsinfo 49 und insbesondere die Cartoons unseres Zeichners Bernd Bücking sind Gegenstand einer Ausstellung im Münchner Gewerkschaftshaus im Juni/Juli 2015. Wir möchten mit dieser Form dazu anregen, ähnliche Ausstellungen auch in anderen Städten anzustreben – in Betrieben, Betriebsratsbüros, Universitäten, Schulen, Gewerkschaftshäusern und anderen Einrichtungen sozialer Bewegungen, etc. Bei Interesse an einer Ausstellung, kann das isw bei der Organisierung der Ausstellungstafeln behilflich sein.

Beispielseite aus dem wirtschaftsinfo 49 :

Reallöhne erstmals wieder so hoch wie im Jahr 2000

isw w info 49 Seite 12Lange hat es gedauert! Erstmals seit einem guten Jahrzehnt lagen die Reallöhne pro Arbeitnehmer im Jahr 2014 über dem Niveau von 2000 – um ein ganzes Prozent. Der Grund liegt in der relativ hohen Steigerung der Nettolöhne (+ 2,4 %) im vergangenen Jahr und der niedrigen Preissteigerung (+ 0,9 %) infolge der Deflationstendenzen. Der Reallohnzuwachs beträgt + 1,5 %.

Dennoch: Das kaum höhere Reallohnniveau gegenüber 2000 bedeutet, dass sich die Unternehmer fast den gesamten Produktivitätszuwachs angeeignet haben. Im Durchschnitt hat jetzt ein Arbeitnehmer gerade mal 1,2 % mehr Kaufkraft in der Tasche als zur Jahrtausendwende. Im Durchschnitt! Denn innerhalb der Löhne und insbesondere Gehälter ist eine erhebliche Spreizung festzustellen. Auch die Bezieher von Vorstandsvergütungen, Managerboni und andere Spitzenverdienste werden der Kategorie "Löhne" zugerechnet. Deren Bezüge sind jedoch in den vergangenen Jahren sehr viel schneller gestiegen als die der unteren und mittleren Einkommen.

Nach Berechnungen der Hans-Böckler- Stiftung sind die Nettoeinkünfte der unteren 30 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 2000 und 2009 um etwa 5,5 % gesunken (vgl. isw-wirtschaftsinfo 47, S. 13). Der seit 1. Januar 2015 mit Ausnahmen geltende Mindestlohn soll dem Lohndumping entgegenwirken.

Deutschland hat mit 22,2 Prozent der Beschäftigten in der Eurozone den höchsten Niedriglohnsektor – der Durchschnitt im Euroraum beträgt 14,8 %.

Hoch"lohn"sektor: 1. Januar 2015: Erhöhung der Bundestags-Diäten um 4,8 % auf monatlich 9.082 Euro (zum 1.7.2014 wurden sie bereits um 5 % erhöht).

isw w info 49 Seite 13
isw-wirtschaftsinfo 49
März 2015
36 Seiten
4,00 Euro
zzgl. Versand
Bestellung und Fragen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Grafiken aus wirtschaftsinfo 49 sind ebenfalls als Powerpoint-Präsentation auf CD
erhältlich (5,- Euro zzgl. Versand).


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siehe auch: Wirtschaftskrieg gegen Cuba

Der Kommentar

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